02.11.2014

Auswärtsspiel am 02.11.2014 gegen HSG Isar-Mitte
18:19 (8:9)

Nichts für schwache Nerven war unser erstes Auswärtsspiel in Freising. Am Sonntag Vormittag um 11 Uhr hieß es wach und kampfbereit sein, um gegen die anzahl- und körperlich stark überlegenen Spielerinnen der HSG Isar-Mitte zu bestehen. Gegen die sehr offensive, teils sehr hart spielende Abwehr des Heimteams war in jedem Angriff Schwerstarbeit und körperliche Robustheit gefragt. Doch durch hohe Laufbereitschaft und schöne Anspiele kamen wir ganz gut ins Spiel und konnten zunächst immer 1 Tor vorlegen. In unserer Abwehr benötigten wir 50 Minuten lang großen Kampfeswillen. Und die Mädels leisteten super Arbeit. Immer wieder wurde ausgeholfen, versucht die Gegnerinnen weit weg vom Tor zu halten und diverse Bälle rausgefangen, die zu schnellen Gegenstößen führten. Da die unsicher wirkende Schiedsrichterin die Härte des Gegners nicht ahndete, mussten die Wesslinger Mädels viel aushalten und sich möglichst schnell an die härtere Gangart gewöhnen. Die Domstädterinnen konnten Mitte der 1. Halbzeit in Führung gehen und bauten sie teilweise auch auf 2 Tore aus (5:3, 6:4, 8:6). Doch die Wesslingerinnen steckten nicht auf und blieben hartnäckig. Dieser Wille wurde belohnt und aus dem 8:6 Rückstand schafften die Mädels noch den 8:9-Führungstreffer vor der Halbzeit.

Wir schworen uns noch mal auf heiße 25 Minuten ein, forderten weitere Kampf- und Laufbereitschaft und versuchten mit variablen Abwehrverhalten und Angriffsvarianten das Heimteam unter Druck zu setzen. Das klappte die ersten Minuten auch wieder gut, doch das Spiel blieb sehr spannend. Die Führung wechselte wieder und als wir nicht mehr so aggressives Abwehrverhalten an den Tag legten, konnten die Domstädterinnen wieder mit 2 bzw. 3 Toren in Führung gehen (13:11, 15:12). Eine 2 Minutenstrafe gegen uns in dieser Phase machte es nicht leichter. Doch die SCW-lerinnen steckten wiedermal nicht auf, hatten zum Glück auch gar keine Zeit sich um den Zwischenstand zu kümmern und starteten die nächste Aufholjagd. Selbst in Unterzahl gelang ein Tor. So drehten wir den 3 Tore-Rückstand in eine 15:17 Führung. Doch durch war das Spiel noch lange nicht. Die letzten 5 Minuten zehrten noch mal an den Nerven aller Beteiligten. Eine weitere Hinausstellung gegen uns, führte zum Ausgleich (17:17). Noch in Unterzahl schafften wir die erneute Führung. Das Spiel blieb auf Messersschneide. Die Schiedsrichterin leistete sich in den Schlussminuten noch einige, spielentscheidende Fehlentscheidungen. Erst annullierte sie ein Gegenstoß Tor von Anni wegen Übertretens (fraglich), im Gegenzug glich die HSG wieder aus. Wir leisteten uns im Angriff einen Fehlwurf, was die Heimmannschaft zu einem schnellen Konter ausnutzte. Die gegnerische Linksaußen lief ganz alleine auf unsere Torhüterin zu und traf ins Tor. Zu aller Überraschung gab die Schiedsrichterin dieses Tor auch nicht –  ebenfalls wegen Übertreten – obwohl es klar nicht übertreten war. In unserem letzten Angriff stürzten sich gleich 3 Abwehrspielerinnen auf unsere Nathalie, um sie am Torwurf zu hindern und holten sie derb in der Luft runter. Die Heimspielerin bekam zu Recht eine 2 Minutenstrafe, doch zu unserer Freude – und Überraschung aller – zeigte die Schiedsrichterin auch noch auf den 7 Meter Punkt. Was zugegebenermaßen eine Fehlentscheidung war. Aber Nathalie ließ sich nicht beirren, hatte ihre Nerven in Griff und verwandelte sicher zum 18:19. Da die HSG-lerinnen in den letzten verbleibenden Sekunden keine klare Wurfchance mehr heraus spielen konnten, feierten wir ausgelassen den extrem hartumkämpften Auswärtssieg.

Dank einer tollen, geschlossenen Mannschaftsleistung, wo jeder für den anderen mitkämpfte, Fehler ausbügelte und bis zum umfallen lief, blieben wir weiter ungeschlagen und brachten 2 Punkte mit zurück aus Freising.

Es spielten: Annika (im Tor), Ruth (1), Leni , Tine (3), Nathalie (10/2), Maja , Toni , Janine (4)

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