11.03.2017

SC Weßling – SV München-Laim
17:20 (7:9)

Mit dem SV München-Laim hatten wir es am vorletzten Heimspieltag mit unserem hartnäckigsten Konkurrenten um die Meisterschaft in ÜBL zu tun. Bis auf die aus familiären Gründen verhinderte Luisa und die kurzfristig erkrankte Ina waren alle Mädels an Bord. Selbst die lange verletzte Lilli war wieder im Kader.

Alle waren konzentriert bei der Sache, aber auch ein hohes Maß an Nervosität war ihnen anzumerken. Dafür starteten sie jedoch sehr gut in das Top-Spiel. Die Abwehr stand gut organisiert und störte die Gegnerinnen frühzeitig bei den Würfen. Vroni hielt im Tor gut und schaltete schnell mit ihren langen Pässen in unser Gegenstoßspiel um. Auch im Positionsspiel gegen die Laimer 6:0 – Abwehr fanden wir immer wieder Lücken und waren von Anfang in Führung (2:0, 4:2, 5:3). So sah sich der Gästetrainer früh gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Und die zeigte schnell Wirkung. Der gegnerische Angriff agierte nun noch druckvoller und kam insbesondere über die gute Linksaußen Spielerin zu diversen Toren. So folgte alsbald der Ausgleich (5:5, 6:6). Dieser Verlauf verunsicherte unsere Mädels. Sie fielen für einige Minuten in eine Art Schockstarre und spielten im Angriff ohne jegliche Bewegung und Druck aufs Tor. Auch in der Abwehr verloren wir die Ordnung und agierten körperlich zu harmlos. So setzten sich die Laimer Gäste mit 3 Toren in Folge auf 6:9 ab. Kurz vor der Pause kamen wir noch zum 7:9.

In der Halbzeitansprache versuchten wir erstmal die Nerven wieder zu beruhigen und dann wieder Ordnung in unser Angriffsspiel, sowie Kampfbereitschaft und Organisation in unseren Abwehrverband zu bekommen. Doch den besseren Beginn in die 2. Hälfte hatten die Gäste. Sie kamen zu zwei schnellen Treffern und bauten somit die Führung auf 4 Tore aus. Doch die Weßlingerinnen wehrten sich so gut es ging und hielten dagegen. Mit viel Einsatz verkürzten sie wieder den Rückstand (12 : 13). Doch statt den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich zu werfen, kippte das Spiel zu unseren Ungunsten. In der Abwehr leisteten wir uns einerseits zu viele individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten. Die Mädels agierten zu wenig körperbetont und nicht im Verbund. Auch Vroni musste zu viele vorhersehbare Würfe passieren lassen. Da uns am heutigen Tag im Angriff die notwendige Treffsicherheit fehlte und wir beide Gästetorhüterin ordentlich „warm“ warfen, wuchs der Rückstand wieder auf bis zu 5 Tore an (14 : 19). Nachdem wir im Laufe des Spiels bereits alle Abwehr-Formationen mit überschaubarem Erfolg ausprobiert hatten, griffen wir nach einer Auszeit in den letzten 5 Minuten auf die letzte Karte: Manndeckung. Zunächst hatte das noch keinen Erfolg. Aber dann eroberten wir doch einige Bälle und kamen tatsächlich nochmal auf 2 Tore heran (17:19) und Hoffnung kam noch einmal auf. Aber die verbleibende Zeit war zu kurz und das Gästeteam konnte mit dem Treffer zum 17 : 20 den Schlusspunkt setzen. Mit diesem erneuten Sieg gegen uns übernahmen sie somit auch wieder die Tabellenführung von uns. Da sie am heutigen Tag die geringere Fehlerquote hatten und auf jede Aufgabe, die wir ihnen stellten, die richtige Antwort hatten, geht der Sieg beim Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften verdient an sie. Wenn sie in den verbleibenden 2 Spielen nicht noch patzen, dann gratulieren wir ihnen ganz herzlich zur Meisterschaft.

Die Weßlinger Mädels waren natürlich sehr enttäuscht. Trotz allem Willen und Wollen, konnten viele nicht ihre Bestleistung abrufen. Und unterm Strich leisteten wir uns gegen diesen starken Gegner einfach zu viele Fehler in der Abwehr, im Angriff und beim Torabschluß.

Zwei spannende Spiele gegen den Tabellenvierten Peißenberg und Tabellendritten Forstenried stehen für uns noch an.

Es spielten: Vroni und Paulina (im Tor), Henrike (1), Hannah, Anna (8), Sonja, Luzi (3), Lilli (3), Maja (1), Carolin (1/1), Sofie, Sandra

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