22.11.2015

Auswärtsspiel am 22.11.2015 gegen SV Mering
29:23 (11:13)

Wiedermal nur mit 6 B-Jugendspielerinnen – und zum Glück Vroni und Maja aus der C-Jgd. – traten wir am Sonntag zum Auswärtsspiel in Mering an. Für die Opfer der Pariser Terroranschläge legten wir zu Beginn eine Schweigeminute ein. Dank der ausgeglichenen Liga hatten die Schwäbinnen ebenfalls 8:6 Punkte bisher erzielt. Ein weiteres Spiel auf Augenhöhe erwartete uns also wieder.

Dementsprechend verlief das Spiel auch über weite Strecken. Meist führten wir mit einem Tor, was die Gastgeberinnen im Gegenzug prompt wieder ausglichen. Im Angriff nutzen wir die Räume, die sich boten gut und spielten uns tolle Wurfgelegenheiten raus. Doch schon zu Beginn donnerten wir die Bälle wiederholt an Pfosten oder Latte. So blieb die Führung zunächst minimal. In der Abwehr hatten wir recht wenig aus der vergangenen Niederlage gelernt. Die Abstimmung fehlte, die körperliche Spannung und geistige Wachheit war nur bedingt vorhanden. So verwunderte es nicht, dass es eine torreiche Partie wurde. Als sich die gegnerische Rückraumlinks kurzzeitig verletzte, schlugen wir Kapital aus der personellen Umstellung. Nathalie erfreute sich der Freiheiten im Angriff und in der Abwehr bekamen wir die Meringerinnen etwas besser in den Griff. So konnten wir mit 2-3 Toren in Führung gehen (8:10, 9:12, 10:13). In die Pause ging’s mit 11:13.

Dort wurden insbesondere die Probleme in der Abwehr angesprochen und ein konzentriertere zweite Hälfte eingefordert. Doch wiedermal kam es ganz anders als wir es uns vorgenommen hatten. Die Meringer kamen deutlich wacher, aktiver aus der Kabine. Nach wenigen Minuten konnten sie ausgleichen (14:14), einmal konnten wir noch in Führung gehen 14:15. Durch die immer offensiver agierende Meringer Deckung taten wir uns schwer und hatten keinen geregelten Spielaufbau mehr. Doch durch Einzelaktionen kamen wir wiederholt zu Treffern und hielten den Rückstand in Grenzen (1-2 Tore). Die Abwehr agierte über weite Strecken völlig unorganisiert. Es fehlte komplett das Gespür für die richtige Entscheidung. Selbst diverse Umstellungen brachten keinen Erfolg. Mal kassierten wir Rückraumwürfe, dann war wieder der Kreisläufer komplett frei und die einlaufenden Außen bekamen wir ebenfalls nicht in den Griff. Zusätzlich sorgten diverse zweifelhafte Entscheidungen des jungen, unerfahrenen Schiris und die aufgeheizte Stimmung in der Halle für Unruhe. So verloren wir immer mehr den Faden und die Konzentration ging vollends verloren. Als wir Mitte der zweiten Hälfte noch kurz hintereinander zwei berechtigte Zwei-Minutenstrafen kassierten, kippte das Spiel vollends. Aus einem 1-Tor-Rückstand wurde ein 3-4-Tore-Rückstand (20:19, 22:19, 24:20). Doch irgendwie fanden die Weßlingerinnen in dieser zerfahrenen, hektischen zweite Hälfte noch mal ihr Kämpferherz und wehrten sich so gut als möglich. Sie verkürzten den Rückstand noch mal auf 2 Tore (24:22, 25:23) und es kam die Hoffnung auf dieses verkorkste Spiel vielleicht doch noch irgendwie zu drehen. Doch zunächst blieb uns das Abschlusspech treu (insgesamt 8 Pfostentreffer). Dann leisteten wir uns weitere leichte Abspielfehler und eine mehr oder weniger körperlose Abwehr. So kassierten wir in den letzten 4 Minuten noch 4 Treffer ohne selber noch mal zu treffen. Das Spiel endete absolut unnötig mit einer deutlichen 29:23 Niederlage. Unser gutes Torverhältnis verspielen wir zusehends und rutschen in der Tabelle weiter ab.

Doch ohne Abwehr inkl. Torhüter und konzentriertem Angriffsspiel kann man in dieser ausgeglichenen Liga nicht gewinnen.

Es spielten: Maja (im Tor), Henrike (1), Anna Lena (5), Luzi, Vroni, Maja, Nathalie (10/2), Janine (7)

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