Deutsche Nationalmannschaft mit drei Spielern (na ja gut, 2,5) vom SC Weßling bei der Europameisterschaft in Schweden.
„Also, was ist denn jetzt GGM?“, fragt meine Mutter, die mit Great Grand Masters (über 48) nicht so viel anfangen kann. Ich sage: „Na, meine Altersklasse.“ „Also die Senioren?“, hakt sie nach. Autsch! Ich denke „NEIN!“, sage aber: „Nicht so ganz. Streng genommen die besonders alten Säcke unter den Senioren.“ Sie will es genau wissen: „Und ihr rennt immer noch einer Plastikscheibe hinterher? Auch bei Regen?“ Ich denke: Nein, wir spielen Ultimate Frisbee, ein hochkomplexer Sport, der Präzision, Taktik, Schnelligkeit, Ausdauer und Fairness verbindet. Die deutsche Nationalmannschaft, das sind die Helden und Kämpfer, die unser Land vertreten. Ich sage: „Ja, auch bei Regen.“ Innerlich fürchte ich die Frage „Warum tut ihr das?“ Gott sei’s gedankt, die nächste Frage ist: „Und, macht’s Spaß?“ Vor meinem inneren Auge sehe ich die Scheibe vor dem Sonnenuntergang übers Feld fliegen, manchmal fliegen Spieler hinterher, 20 Pässe bis zum Punkt, jeder einzelne ein packender Zweikampf. „Ja“, sage ich, „selbst bei Regen.“
Wir haben in Lund (Schweden) den dritten Platz erkämpft und konnten sogar das schwedische Team, das am Ende Europameister geworden ist, am ersten Tag einmal schlagen 😊.

Drei Spieler aus der deutschen Nationalmannschaft (GGM) kommen vom SC Weßling: Bernhard Frötschel, Ralf Rühl und Rahim Arnold, der inzwischen in Erlangen spielt, deshalb sagen wir mal 2,5.
